Ausflug des Seniorenchores zum Gestüt Graditz

Lange im Voraus wurde ein Ausflug zum Gestüt Graditz geplant und organisiert. Ein Kriterium für die Terminauswahl war die Fohlenzeit, um junge Fohlen mit ihren Müttern sehen zu können. Da kam der April in die nähere Auswahl. Schließlich wurde der 23. April 2026 als Ausflugstermin festgesetzt. Das „Aprilwetter“ überraschte an diesem Tag mit wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein.

Rechtzeitig vor dem angesetzten Beginn trafen die Teilnehmer aus nah und fern ein. Los ging es pünktlich um 14 Uhr mit der einstündigen Führung durch den Gebäudekomplex des Gestütes und durch verschiedene Außenanlagen. Ein Angestellter gab interessante Ausführungen zur fast 350-jährigen Geschichte, zur Organisation, zum gegenwärtigen Zustand und zu vielen weiteren Einzelheiten. Aufkommende Fragen beantwortete er kompetent, mit hoher Sachkenntnis. Auf dem Hof konnte man junge Pferde umherspringen sehen, die sich dem Anschein nach gerade in der Pubertät befanden. Wir erfuhren auch, mit welchem Aufwand und mit welcher Unterstützung der Sächsischen Staatsregierung, der gegenwärtige Zustand ermöglicht wurde.

Außerhalb des Gestütshofes erstreckt sich eine prächtig gestaltete Außenanlage mit drei Sichtachsen. Eine davon ist direkt auf das Schloss Hartenfels in Torgau gerichtet. Bäume und Koppeln erstrahlten in saftigem Grün, darüber das azurblaue Himmelszelt. Wenn das der Maler Caspar David Friedrich gesehen hätte! Vor dem Verwaltungsgebäude steht auf einem Sockel die erhabene Bronzestatue eines Pferdes. Davor entstand das obligatorische Gruppenfoto.

Nach dieser einstündigen Führung wartete bereits die bestellte Pferdekutsche für eine halbstündige Kremserfahrt in zwei Gruppen. Zwei adrett uniformierte Kutscherinnen saßen vorn und lenkten die beiden schmucken schwarzbraunen Pferde. Das Pferdegetrappel auf stellenweise uraltem Straßenpflaster war Musik in den Ohren. Bei strahlendem Sonnenschein ging die Kremserfahrt an den saftig grünen Pferdekoppeln vorbei. Es war ein einzigartiges Erleben. Laienhaft gestellte Fragen beantworteten die beiden Damen mit ihrem sachkundigen Wissensschatz. Nach einer guten halben Stunde hatte die zweite Gruppe das Vergnügen dieser Kremserfahrt.

Eine gemütliche Kaffeerunde mit hausbackenem Kuchen war der genussvolle Abschluss dieses Ausflugs. In einem idyllischen Garten waren weiträumig Tische und Stühle aufgestellt. Jeder konnte unter freiem Himmel frisch gebrühten Kaffee oder ein anderes Heißgetränk und wohlschmeckenden Kuchen genießen. Mit zwei Volksliedern auf den Lippen klang dieser Nachmittag aus.