Verleihung des Hauptpreises des Ökumenepreises 2025 der ACK

Am Sonntag, dem 16. November 2025, verlieh die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Kossin den Hauptpreis des Ökumenepreises 2025.

Die Preisverleihung begann mit einer Andacht und einem Friedensgebet. Viele Gäste und Beteiligte aus Kossin, der Region sowie aus verschiedenen Kirchen kamen zu der feierlichen Veranstaltung zusammen. Neuapostolische Christen aus der Gemeinde Schönewalde brachten sich musikalisch ein. Pfarrerin Drang (evangelisch), Priester Marcel Malle (neuapostolisch) und Aljona Rausch (orthodox) gestalteten die Liturgie. Das Friedensgebet und die Predigt wurden von der Diakonin Christina Kampf übernommen. Im Anschluss an die Andacht wurde vor der Kirche das Blasinstrumentenstück „Möge die Straße“ gespielt. Danach folgte die Preisverleihung.

Aus über 50 Bewerbungen vergab die ACK einen Hauptpreis, zwei Sonderpreise sowie einen Jurypreis. Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis wurde das Projekt „Kossiner Nachmittage und Silvester in Kossin“. Im brandenburgischen Dorf Kossin, das nur 34 Einwohnerinnen und Einwohner zählt, wird auf besonders beeindruckende Weise gezeigt, wie gelebte Ökumene aussehen kann.

Die Geschäftsführerin sagte in ihrer Ansprache: „Evangelische, neuapostolische, altlutherische und konfessionsfreie Menschen gestalten hier gemeinsam Gottesdienste, Andachten und Begegnungen. Geflüchtete aus der Ukraine, Nachbarinnen und Nachbarn aus der Region und sogar Gäste aus einem nahegelegenen buddhistischen Zentrum finden hier zusammen. Kossin zeigt, dass Kirche auch dort wächst, wo Menschen sich mutig, offen und mit einem großen Herzen begegnen.“

Die beiden Projekte haben sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt, an dem Gemeinschaft entsteht. Auch gerade dort, wo kirchliche Strukturen kleiner werden und Wege weit sind. Zu besonderen Anlässen füllt sich die kleine Dorfkirche mittlerweile mit 50 bis 80 Personen.

Im Anschluss verlieh die ACK, vertreten durch die Geschäftsführerin Dr. Verena Hammes, Projektleiterin Anna Tanriverdi und Jurorin Anneke Gerken, den Hauptpreis, der mit 2.000 EUR dotiert ist.

Nach den Dankesworten der Preisträger sang der Gemeindechor der Neuapostolischen Kirche Schönewalde das Lied „Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren“. Priester Marcel Malle, Vorsteher der Gemeinde, zeigte sich danach in seiner Ansprache erfreut, dieses Erbe übernommen zu haben – zumal er erst seit März 2025 als Vorsteher tätig ist. Er dankte für den Preis und allen, die sich versammelt hatten. „Wir gehen diesen Weg gemeinsam mit Gott. Er beginnt bei jedem Einzelnen, im Herzen. Wenn wir in unserem Inneren, Frieden tragen, können wir diesen Frieden ausstrahlen, weitergeben und immer wieder erneuern. Gemeinsam mit Gott unterwegs zu sein – das ist gelebte Ökumene und macht sie so wertvoll.“

Nach der Preisverleihung bot sich bei Kaffee, Glühwein, Kuchen und herzhaften Snacks die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu pflegen.